Interview mit Direktorin Dr. Maria Katharina Moser

Interview mit Direktorin Dr. Maria Katharina Moser

Seit dem 1. September 2018
gibt es in der Diakonie Österreich eine neue Direktorin.
Ihr Name ist Frau Mag. Dr. Maria Katharina Moser.
Sie ist die Nachfolgerin von Herrn Michael Chalupka,
der von 1994 bis August 2018 Direktor gewesen ist.

Wir haben Frau Direktorin Moser Fragen gestellt:

Frage von Frau Vatier:
Wie wird man Direktorin der Diakonie?
Gibt es eine Zeit wie lange man Direktorin der Diakonie sein kann?
Frau Direktorin Moser sagte:
Um Direktorin der Diakonie ist Österreich werden zu können,
muss man Pfarrer oder Pfarrerin sein.
Das Diakoniewerk und andere Mitglieder der Diakonie Österreich
können Kandidaten und Kandidatinnen nominieren.
Das heißt, sie sagen: Wir glauben, dukannst das.
Willst du zum Bewerbungsgespräch kommen?
Dann macht man das Bewerbungsgespräch.
Und dann wählt derDiakonische Rat.
Eine Amtsperiode dauert sechs Jahre.
Man kann wieder gewählt werden.

Frage von Frau Vatier:
Gefällt ihnen ihre Arbeit als Direktorin?
Wie schaut ihr Tagesablauf aus?
Haben Sie Zeit für sich persönlich?

Frau Direktorin Moser sagte:
Ich habe keinen fixen Tagesablauf.
Jeden Tag ist anders. Das gefällt mir sehr gut.
Die meiste Zeit verbringe ich damit, mit anderen zu reden.
Ich rede mit den Mitarbeiterinnen in meinem Team in der Diakonie Österreich,
mit Journalisten und Journalistinnen,
mit Politikern und Politikerinnen,
mit Leuten von anderen
Sozialorganisationen wie z.B. der Caritas oder dem roten Kreuz.

Ich besuche auch Einrichtungen der Diakonie.
Ich rede mit Klienten und Klientinnen und Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern von Werkstätten oder Wohngemeinschaften.
Das macht mir besonders viel Spaß.
Da erlebe ich, welche tollen Leute bei der Diakonie sind.
Das macht mir Hoffnung.

Frage von Frau Vatier:
Werden sie in der Öffentlichkeit erkannt?

Frau Direktorin Moser sagte:
Wenn gerade ein Interview im Fernsehen war,
schauen mich manchmal Leute auf der Straße oder im Supermarkt länger an.
Ich glaube, dann denken sie sich: Die kenne ich von irgendwoher …
aber ich glaube, meinen Namen wissen sie nicht.
Leute, die viel mit der Diakonie zu tun haben oder
die Diakonie gut finden, erkennen mich schon.

Frage von Frau Vatier:
Wie viele Menschen mit Beeinträchtigung stehen aktuell in
Österreich auf der Warteliste für einen Wohn-oder Arbeitsplatz?
Sind Wohn-und Arbeitsplätze auch in den nächsten Jahren
gesichert?

Frau Direktorin Moser sagte:
Ich weiß leider keine Zahlen.
Aber ich weiß, dass Menschen mit Beeinträchtigung auf Plätze warten.
Manche haben noch keinen Platz.
Andere warten auf einen Platz, der besser zu ihren Bedürfnissen passt.
Sie wollen z.B. selbständig wohnen.
Oder sie wünschen sich einen Arbeitsplatz in einem Betrieb.
Die Diakonie bemüht sich sehr, für jeden das passende Angebot zu finden.

Das Hauptproblem ist die Qualität der Wohn – und Arbeitsplätze.
Gibt es genug Wohn – und Arbeitsplätze, die so sind,
wie es sich Menschen mit Beeinträchtigung wünschen?
Können Selbstbestimmung und Inklusion genug gefördert werden?
Gibt es genug Wohn- und Arbeitsplätze, wo Menschen mit Beeinträchtigung,
die Unterstützung bekommen, die sie brauchen?
Die Qualität ist durch Einsparungen gefährdet.

Frage von Frau Eder:
Ich bin bereits für einen Wohnplatz angemeldet.
Meine Eltern sind Pensionisten, können aber noch für mich sorgen.
Ich brauche Hilfe.
Was passiert mit mir, wenn es für meine Eltern zu anstrengend wird?

Frau Direktorin Moser sagte:
Das Diakoniewerk wird einen Wohnplatz für Sie finden.
Das ist nicht leicht.
Vielleicht dauert es ein bisschen.
Aber die Diakonie lässt niemanden alleine.

Frage vom Känguru – Team:
Wir machen uns auch Gedanken, wer sorgt für unsere Eltern,
wenn sie im Alter Hilfe benötigen?

Frau Direktorin Moser sagte:
Das verstehe ich gut. Das ist eine große Sorge.
Viele Menschen haben diese Sorge.
Sie können sich aus ganz verschiedenen Gründen nicht um die Eltern kümmern,
wenn die Eltern im Alter Hilfe brauchen.
Zum Beispiel weil sie in einer anderen Stadt wohnen.
Die Diakonie ist auch da für Menschen im Alter.

Frage von Frau Wasner:
Denken Sie, dass es in den nächsten Jahren
mehr Integrative Beschäftigungen geben wird?

Frau Direktorin Moser sagte:
Ich hoffe das sehr.
Die Wirtschaft entwickelt sich gut.
Die Arbeitslosigkeit sinkt.
In dieser Situation müssen sich die Betriebe
um integrative Beschäftigung kümmern.

Frage von Frau Eder:
Ich habe eine Persönliche Assistenz,
dadurch bin ich im Alltag selbstständiger geworden.
Nicht jeder hat einen Anspruch auf eine persönliche Assistenz.
Wird es in den nächsten Jahren für Menschen in einer Wohn – Einrichtung
möglich sein eine Persönliche Assistenz zu bekommen?

Frau Direktorin Moser sagte:
Die Diakonie setzt sich dafür ein.
Ich hoffe, dass die Politiker uns zuhören.
Wir feiern heuer 10 Jahre UN – Behindertenrechtskonvention.
Menschen mit Einschränkungen haben Rechte.
Der Anspruch auf persönliche Assistenz gehört dazu.

Frage vom Känguru Team:
Wir sind in eine Integrations – Klasse gegangen.
Wir haben selbst die Erfahrung gemacht, dass unsere Schul – Kollegen
offener mit dem Thema Behinderung umgegangen sind,
als Schüler die nicht in eine Integrations – Klasse gegangen sind.
Wie können Kindergärten und Schulen und auch das Diakoniewerk
für ein besseres Verständnis sorgen?

Frau Direktorin Moser sagte:
Verständnis wächst immer im Alltag.
Menschen mit Beeinträchtigung und Menschen ohne Beeinträchtigung
müssen miteinander leben, reden, spielen, lernen.
Die Diakonie muss dafür sorgen, dass das ganz normal wird.

Frage vom Känguru Team:
Leider entscheiden sich immer noch viele Menschen
gegen ein Kind mit Beeinträchtigung!
Hilft das Diakoniewerk Eltern, die ein beeinträchtigtes Kind erwarten?

Frau Direktorin Moser sagte:
Ja. Es gibt Beratung für Eltern,
die ein Kind mit Beeinträchtigung erwarten,
im Diakoniezentrum Spattstraße.
Leider kommen nicht viele Eltern zur Beratung.
Die Eltern erleben großen Druck.
Sie müssen sich schnell entscheiden.
Beratung braucht Zeit.
Ich finde das sehr schlimm.

Frage vom Känguru Team:
Die Pflege im Alter ist ein wichtiges Thema für Sie?
Der Einsatz von Robotern wird diskutiert und
wahrscheinlich in den nächsten Jahren umgesetzt.
Was denken Sie darüber?

Frau Direktorin Moser sagte:
Roboter können helfen.
Sie können schwere Tätigkeiten übernehmen.
Zum Beispiel können Sie Menschen heben. Das ist gut.
Dann bleibt den Mitarbeiterinnen in der Pflege mehr Zeit,
um den alten Menschen zu sprechen.
Die Gefahr ist, dass Roboter Menschen in der Pflege ersetzen.
Das darf nicht passieren.

Frage vom Känguru Team:
Wie denken Sie über die Umsetzung der UN – Konvention in
Österreich?

Frau Direktorin Moser sagte:
In den letzten Jahren ist viel besser geworden.
Zum Beispiel sind jetzt viele öffentliche Gebäude barrierefrei.
Aber es ist auch noch viel zu tun.
Zum Beispiel müssen mehr integrative Arbeitsplätze geschaffen
werden.

Frage vom Känguru Team:
Es wird in den Medien über die Einsparungen im Sozialbereich
berichtet. Wie sehr ist das Diakoniewerk betroffen?

Frau Direktorin Moser sagte:
Von den Einsparungen sind alle Sozialeinrichtungen gleich betroffen.
Auch das Diakoniewerk.
Genaueres können Ihnen die Verantwortlichen im Diakoniewerk sagen.

Frage von Frau Unterweger:
Bei Interviews im Radio und Fernsehen antworten Sie sehr
überlegt und bleiben auch bei schwierigen Fragen gelassen.
Ist das
weil sie davor als Reporterin tätig waren?

Frau Direktorin Moser sagte:
Nein. Ich bleibe gelassen, weil ich Pfarrerin bin.
Die Bibel sagt: Jeder Mensch ist wertvoll,
und alle Menschen sind gleich viel wert.
Das will ich weiter sagen im Radio und im Fernsehen.
Ich spüre den Heiligen Geist beim Reden.
Er hilft mir. Darum kann ich gelassen bleiben.

Frage vom Känguru Team:
Was sind ihre persönlichen Anliegen in ihrer neuen Arbeit?

Frau Direktorin Moser sagte:
Jeder Mensch soll erleben:
Ich bin wertvoll.
Das ist mein allergrößtes persönliches Anliegen.

Interview mit Peter Alexander Hackmair

Interview mit Peter Alexander Hackmair

Am Donnerstag den 19. April haben wir ein Interview
mit Peter Alexander Hackmair geführt.
Peter Alexander Hackmair ist ein
ehemaliger Profi-Fußballer und Fernseh-Moderator.
Wir haben uns mit ihm um 14 Uhr im Wissensturm getroffen.

Als Fachmann für Fußball-Fragen hat sich das Team
Unterstützung von Richard Reisinger geholt.
Richard Reisinger ist ein großer Fußball-Fan und
arbeitet in der Integrativen Beschäftigung im Hornbach.

Diese Fragen haben wir ihm gestellt:

Du bist Autor, Weltreisender und stellst deine Beiträge ins Internet.
Du bist aber auch ehemaliger Fußballspieler und jetzt Fußball-Trainer.
Für dein Alter hast du schon viel erlebt, was sind deine Lieblings-Aufgaben?

Mir macht alles gemeinsam Spaß.
Ich bin wie ein bunter Vogel.
Vor vier Jahren habe ich eine Welt-Reise gemacht.
Die Weltreise hat fünfzehn Monate gedauert.
Die Reise hat mich sehr geprägt und verändert.
Diese Erfahrung hat mich nie ganz losgelassen.
Ich gehe immer wieder gerne auf Reisen.

Ich habe 3 Bücher geschrieben.
Das hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen.
Zusätzlich war und ist Sport immer ein großer Bestandteil
in meinem Leben und wird es auch immer bleiben.

Kannst du uns etwas über deine Person erzählen?
Ich bin 31 Jahre alt und bin
im Bezirk Vöcklabruck am Attersee aufgewachsen.
Ich habe eine Freundin mit dem Namen Judith.
Sie ist Lehrerin.

Wir wohnen gemeinsam in Wien.
Sport und Sprache sind meine Lieblingsthemen.
Ich lerne gerne andere Länder und ihre Sprachen und Kulturen kennen.
Ich betreibe nach wie vor gerne Sport, aber nicht mehr als Leistungssport.
Alle Sportarten mit Bällen, wie Tennis und Beach – Volleyball machen mir Spaß.

Was sind deine beruflichen Standbeine?
Ich bin selbständig und bin mit mehreren Projekten beschäftigt.
Mein Hauptprojekt zur Zeit ist: „Träum weiter“.
Dieses Projekt liegt mir sehr am Herzen.

Wir waren überrascht, als Peter uns nach unseren Träumen gefragt
hat. Jeder im Känguru Team konnte einen Traum aufzählen, der schon in Erfüllung gegangen ist.

Wie hat dich deine Weltreise verändert?
Die Reise hat mich sehr verändert.
Sie hat mich dankbarer und toleranter gegenüber anderen gemacht.
Mir ist noch bewusster geworden, wie gut es uns in Österreich geht.
Wir leben in einem Paradies.

Ich wollte immer im Ausland Fußball spielen,
weil mich andere Länder gereizt haben.
Dieses Ziel hat sich nicht verwirklicht.
In Österreich hätte ich noch einige Jahre weiterspielen können.
Ich habe aber für mich einen Schluss-Strich gezogen.
Mit der Weltreise habe ich mir den Wunsch erfüllt,
andere Länder kennen zu lernen.

Du nennst dich selbst einen Freigeist.
Was bedeutet dieser Begriff für dich?
Genau die Dinge zu machen, welche mir Spaß machen.
Ich kann viele Sachen machen, die mich interessieren.
Zum Beispiel auf Reisen gehen.
Wenn ich unterwegs bin kommen mir die besten Ideen.
Ich habe in den letzten Jahren so viel Cooles erlebt.
Ich bin dankbar für das, was gekommen ist.
Ich bin mehr ich selber.
Ich bin mehr Peter Alexander als vor fünf Jahren!

Hast du Berührungs-Punkte mit Menschen mit Beeinträchtigung?
Hast du Projekte mit Menschen mit Beeinträchtigung?
Ja, ich habe Berührungs-Punkte.
Ein laufendes Projekt heißt Social-Friends.
Social-Friends ermöglicht Menschen mit verschiedenen
Beeinträchtigungen den Zugang zum Sport.

Wir unterstützen blinde Menschen und
Menschen mit anderen Handicaps, wie zum Beispiel Patrick Bitzinger.
Er ist ein blinder Sportler.
Nico Langmann sitzt im Rollstuhl und spielt Tennis.
Andreas Daniel Onea ist Schwimmer und hat bei den Para Olympics,
im Leistungs-Sport teilgenommen.
Wir hatten anfangs auch Berührungs-Ängste bis wir bemerkt haben,
dass alles normal ist wenn man sich besser kennen lernt.

Wir haben gehört, dass du mit Christian Fuchs
in New York eine
Fußball Schule eröffnet hast.
Wie oft und wie lange bist du in New
York?
Die Fußballschule in New York heißt Teco7.
Diese habe ich mit Christian Fuchs vor vier Jahren angefangen.
Ich war das letzte Mal vor ein-einhalb Jahren dort.
Wenn ich nach New York fliege bleibe ich für zwei Wochen dort.

In welchen Geld-Dimensionen werden Spieler gehandelt?
Wie viel verdienen Fußball-Spieler in den einzelnen Ligen?
Die Geld-Dimensionen sind nach oben offen.
Das heißt, es gibt keinen festgelegten Geld-Betrag.
Der internationale Spieler,
der am meisten Geld verdient heißt Neymar.
Er hat für den Vereinswechsel nach Paris
222 Millionen Euro zur Ablöse bekommen.
Das ist nur die Ablöse, kein Gehalt.

Dieser Betrag wird in einem Jahr mit Werbe-Mittel zurück finanziert.
Werbe-Mittel sind Trikots, Interviews, Bilder und Werbung.
In Österreich verdient man maximal eine Million Euro.
Das durchschnittliche Gehalt eines Fußball-Spielers
liegt bei 3000 bis 5000 Euro pro Monat.
Der optimale Fall für Fußball-Spieler ist
15 Jahre bei einem Verein zu spielen.

Warum bist du nicht in Ried Trainer geworden?
Es war nicht nur meine Entscheidung.
Der Schritt zum Trainer ist naheliegend.
Momentan will ich nicht mit Erwachsenen trainieren.

Ich trainiere lieber mit Kindern.
Die haben keinen Leistungs-Druck.
Sie haben auch noch Lust am Spielen.

Ab dem 14. Lebens-Jahr bekommen Kinder
oft auch den Leistungs-Druck von ihren Eltern.

Wie viele Rote Karten hast du bekommen?
Ich habe keine rote Karte bekommen.
Ich habe 120 Bundesliga-Spiele gespielt.
Ich war zuerst Stürmer und dann Mittelfeld-Spieler.
Ich habe fünf gelbe Karten bekommen.
Wie ich noch jünger war habe ich eine blaue Karte bekommen.

Erklärung blaue Karte:
Die Blaue Karte wird durch den Schiedsrichter angezeigt.
Die blaue Karte wird angezeigt, wenn gegen die Spielregel verstoßen wird.
Oder bei unsportlichem Verhalten.
Dabei muss der Spieler je nach Altersstufe
fünf oder zehn Minuten das Spielfeld verlassen.

Macht dir das Moderieren viel Spaß?
Würdest du das Moderieren
auch in Zukunft gerne weiter machen?
Ja es macht mir viel Spaß.
Das Thema Fußball begeistert und beschäftigt mich nach wie vor.
Wenn ich weitere Verträge bekomme, mache ich das gerne.
Ab dem Sommer wird in den nächsten 4 Jahren
kein Bundesliga- und auch kein Champions-League-Spiel
mehr im ORF übertragen.

Was hältst du von der Liga-Reform in Österreich?
Es spielen 14 Vereine in der ersten Liga und 16 Vereine in der zweiten Liga?
Es ist generell eine gute Idee in Play Offs zu spielen.
Play off ist Englisch und bedeutet Stichkampf – einer gewinnt.
Das Problem ist, dass sich in der zweiten Liga viele Vereine
aus finanziellen Gründen, keinen reinen Profibetrieb leisten können.

Ist deiner Meinung nach der Wiederholbeweis in Österreich
durchführbar und sinnvoll?
Bis in welche Liga ist es von den
Kosten machbar
(Zum Beispiel in der Regionalliga)?

Es ist ein sehr emotionales Thema,
ob man die Entscheidung einem Menschen oder einer Maschine überlässt.
Schließlich verdient man im Profifußball viel Geld.
Es ist schwierig im Fußball ein anderes System zu finden.
Es spielen viele Personen mit und die Fläche ist sehr groß.
Es ist sinnvoll den Video-Beweis in jeder ersten Liga
und in der Champions League durchzuführen.
Also flächendeckend im Profifußball.

Ist es ratsam für einen jungen Österreicher
mit 15, 16 oder 17
Jahren ins Ausland zu wechseln?
Ist es besser sich in Österreich
einen Stammplatz zu sichern?
(z. Bsp. bei den Top Vier Ligen)

Es ist von Fall zu Fall verschieden.
Es kommt auf die Person an.
DieSchwierigkeit ist, dass man die Familie verlässt.
Man muss andere Sprachen lernen und kommt in eine andere Kultur.
Das kann in diesem Alter schwierig sein.
Generell sind die Spieler bis sie 18 oder 19 Jahre alt sind in Österreich
und wechseln dann ins Ausland.

Kann man als Profi-Fußballer nach der Karriere in Österreich noch
leben? (Finanziell betrachtet?)
Der Verdienst in Österreich ist im Vergleich zum Ausland geringer.
Der Spieler muss sich ein neues Standbein suchen.
Es macht Sinn rechtzeitig Umschulungen und Fortbildungen zu besuchen,
um sich für einen neuen Beruf zu entscheiden.

Findest du es richtig, wenn z .Bsp. ein viertplatzierter Verein aus
Spanien oder England in der Champions Liga spielt und mittlere
und kleinere Meister durch die harte Qualifikations-Mühle müssen?
Ich bin für ein Startrecht der großen Ligen.
Aber nur bis zum vierten Platz.
Dann sollen die besten Mannschaften der Länder gereiht werden.

Welche Rolle spielt Geld in der Fußball Top Liga und wohin führt
das Problem mit der Vermarktung der Top Liga Fußballer?
Die kleinen Ligen müssen sich zusammenschließen,
um gegen die Großen zu bestehen.
Durch zu wenig Förderung und zu wenig finanzielle Mittel
gibt es keine gute Basis um neue Nachwuchsspieler ausbilden zu können.
Anstatt in die Jugend zu finanzieren,
werden Turnstunden und Bewegungsangebote gestrichen.
Jugendliche verbringen mehr Zeit mit elektronischem Sport
am Computer oder der Play Station als mit freiem Sport.

Was sind deine nächsten Projekte?
Meine nächsten Projekte sind:

  • Play Together:
    Dass ist ein Integrationsprojekt bei dem Flüchtlinge mit
    anderen gemeinsam Sport betreiben und Theater spielen können.

 

  • Träum weiter:
    Das ist unser Hauptprojekt.
    Wir machen Seminare gemeinsam mit einem Mental-Trainer.
    Mental Trainer helfen einen die eigenen Gedanken zu erkennen
    und diese Gedanken auch zu verändern.

    Wir helfen die eigenen Träume zu verwirklichen.
    Egal ob es darum geht eine Familie zu gründen
    oder ob es eine verrückt Vorstellung ist.
    Dieses Projekt ist für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.
    Es ist für Jugendliche und Erwachsene.
    Es ist für jeden gedacht.
    Beim Träumen denkt man nicht in Grenzen.

    Wenn die Grundbedürfnisse abgedeckt sind,
    ist es schön sich ein Ziel vorzustellen.
    Das Ziel kann man sich erfüllen.

    Der Start des Kurses war in Wien.
    Jetzt gibt es auch die Möglichkeit
    in anderen Bundesländern daran teil zu nehmen.
    Träume erfüllen sich nicht von selbst.
    Man muss auch etwas dazu beitragen.

Das Interview im Wissensturm hat uns sehr gefallen.
Wir bedanken uns bei Peter Alexander Hackmair!

Interview mit Pizzera und Jaus

Interview mit Pizzera und Jaus

Ihr macht seit 2015 gemeinsam Musik.
Warum habt ihr das Gefühl gehabt,
dass ihr zusammen passt?

Wir waren uns privat und beruflich sehr sympathisch.
Wir haben uns in Leoben bei einem Auftritt,
in einer Pause kennen gelernt.
Wir sind sehr nervös gewesen.
Bisher sind wir nur alleine aufgetreten und finden es gut
dass wir jetzt zu zweit auf der Bühne sind.
Der ganze Druck liegt nicht mehr auf einem alleine.

Ihr seid im kommenden Jahr fast durchgehend mit Auftritten unterwegs. Habt ihr noch Zeit für Soloauftritte oder tretet ihr nur mehr gemeinsam auf?

Ja, das stimmt!
Von September 2017 – Juni 2018 stehen wir 130 – mal auf der Bühne.
Wir treten jetzt nur noch als Pizzera  und Jaus auf.
Wenn wir gemeinsam unterwegs sind,
machen wir keine Einzel- Aufritte.
Wir können uns auf eine Sache besser konzentrieren und
haben mehr Zeit um unsere Lieder und Texte zu schreiben.

Im Juni spielen wir zwei Konzerte mit der ganzen Band.
Auf der Donau – Insel in Wien und am Red Bull Ring in Spielberg.
Das sind andere Auftritte, da wird richtig laut Musik gemacht.

Frage an Otto Jaus:

Hast du auch noch andere Auftritte an der Oper oder
konzentrierst du dich nur auf Pizzera und Jaus?

Willst du wieder Opern oder Musiclsingen oder nur als 
„Pizzera und Jaus“ auftreten?

Momentan konzentriere ich mich nur auf Pizzera und Jaus
und habe alle anderen Termine abgesagt.

Sollte ich die Anfrage an der Wiener Volksoper
für eine wirklich spannende Rolle erhalten,
werde ich mir das überlegen.

Ihr habt mit euren Liedern auf You Tube begonnen.
Bekommt ihr dafür auch Geld oder nur für Auftritte und für  den CD Verkauf?

Hauptsächlich leben wir von den Auftritten
und wenn unsere Lieder gespielt werden.
Im Internet hängt es davon ab,
wie oft ein Musiktitel angehört wird.
Wird der Titel oft angehört und bekommt viele Klicks,
fragt eine Firma, ob sie am Anfang ihre Werbung abspielen darf.
Für diese Werbeeinschaltung bekommen wir Geld.

Wer von euch komponiert die Lieder und wer schreibt die
Texte? Wo textet ihr eure Lieder?

Wir teilen uns die Arbeit auf.
Es ist einer der schönsten Momente,
wenn wir gemeinsam musizieren und
an neuen Liedern arbeiten.

Fällt einem von uns ein Text oder eine Melodie ein,
wenn wir bei unseren Familien sind,
schicken wir uns die Idee mit dem Handy.

Wo probt ihr gemeinsam?
Müsst ihr noch jeden Tag
proben?

Wir haben maximal 2 Tage in der Woche frei.
Wenn wir Konzerte haben,
bleibt uns tagsüber genug Zeit zum Proben.

Frage an Otto: Du hast bei deinem Stipendium in London
Boddy Mc Ferrin und Hermann van Veen kennen gelernt.
Wie hast du die Beiden erlebt?
Es sind beides Stimmkünstler. Wie haben sie dich
beeinflusst, was hast du dir davon mitgenommen?

Es war nicht in London,
es war in Wien am Konservatorium.
Bei einer Lehrveranstaltung habe ich
Bobby Mc Ferrin und Hermann Van Veen kennengelernt.
Wir haben uns Hermann Van Veen bei einem Auftritt angesehen.
Wir waren fasziniert,
er macht wunderbare Lieder und wunderbare Komik.
Es sind beides Stimmkünstler.
Man kann wirklich noch etwas von ihnen lernen.
Es war viel zu wenig Zeit mit ihnen.

Geht ihr beruflich noch anderen Tätigkeiten nach?

Nein, wie gehen beruflich keiner anderen Tätigkeit nach.
Wir machen nur mehr Musik.

Frage an Otto: Hast du wirklich die Stimme von Pezi und von Tintifax gesprochen?  Viele Kinder kennen dann deine  Stimme?

Nein, das war ein Stück das ich im Kabarett Simpel gespielt habe.
„Krawuzi Kapuzi“ hat es 30 Jahre später geheißen.

Paul: Du hast dir alles selbst beigebracht?
Es gefällt uns sehr,
dass du so erfolgreich bist!
Ist es weil du mit so viel Herz
  dabei bist?

Ja ich habe mir alles selbst beigebracht.
Ich versuche einfach mit sehr viel Leidenschaft aufzutreten.
Musik ist mein Interesse.
Man muss etwas oft und viel und gern machen,
um erfolgreich zu sein.

Wolltet ihr schon immer Musikkariere machen?

Otto Jaus sagte: Ja ich konnte mir nichts anderes vorstellen.
Jetzt denke ich anders ich lass mich überraschen was passiert.
Aber Musik wird immer ein großer Bestandteil meines Lebens sein.
Paul Pizzera wünschte sich immer  mit einem Lied auf die Bravohits zu kommen.
Jetzt hat er es geschafft.

Wie groß ist euer Team im Hintergrund?

Das Team im Hintergrund ist klein.
Es sind fünf Leute.
Auf Tour sind drei Leute mit.
Sie organisieren die Tontechnik, die Lichttechnik und das Konzert vor Ort.
Wenn wir zuhause sind, gibt es noch Julia Sobizek.
Sie ist für die gesamte Organisation zuständig
und Thomas macht die Arbeiten im Hintergrund.

Habt ihr Lieblingsthemen im Kabarett und bei euren Texten?  Wollt ihr Unterhaltung machen oder eher Lieder schreiben über die man nachdenken muss?

Es ist von allem etwas.
Wir machen Kabarett über Themen die uns beschäftigen und über die wir reden.
Vieles haben wir selber erlebt.
Natürlich ist alles etwas übertrieben.
Bei den Liedern ist es das Gleiche, wir machen Musik dazu.
Die Leute können sich hineinfühlen.

Wir haben gelesen dass du Zivildienst gemacht hast?
Hast du im Behinderten Bereich gearbeitet?

Den Zivildienst selber habe ich in einem Seniorenwohnheim gemacht.
Später habe ich bei der Sole
mit zwei beeinträchtigten Jungen als Freizeitassistent gearbeitet.
Auch in der Volksschule ging ich in eine Integrationsklasse.
Das war für mich immer normal, ich bin dafür sehr dankbar.
Man bekommt sehr viel soziale Intelligenz entgegen
und selbst lernt man auch mit Beeinträchtigung umzugehen.

Habt ihr in eurem Bekanntenkreis Menschen mit Beeinträchtigung?

Paul hat noch guten Kontakt zu seinem letzten Betreuungskind,
der Junge kommt auch regelmäßig zu den Auftritten.
Ein weiblicher Fan von Otto, sitz im Rollstuhl
und kommt auch öfters zuschauen mit ihren Freundinnen.

Findet ihr das Menschen mit besonderen Bedürfnissen in der Gesellschaft gut aufgenommen werden? Habt ihr das Gefühl das sich in den letzten Jahren etwas zum Besseren gewendet hat?

Man nimmt wahr, dass mehrere Betriebe
Menschen mit Beeinträchtigung beschäftigen,
es ist auf jeden Fall wünschenswert.
Auf Facebook sieht man viele Projekte.
Man hat den Eindruck das Beeinträchtigten einfach mehr zugetraut wird
und die Wege in den normalen Arbeitsalltag immer öfter stattfinden.
Wir können es nur nach ihrem Empfinden beurteilen.
Man nimmt wahr, dass die Gesellschafft die Veränderung annimmt.
Das Vieles möglich ist, wenn man eine Beeinträchtigung hat, sagt Otto Jaus.

Würdet ihr auch ein kritisch lustiges Lied über Menschen mit Beeinträchtigung machen, oder ein Video drehen?

Ein Video auf jeden Fall.
Für ein Lied ist es schwierig die richtigen Worte zu finden,
ohne jemanden damit zu beleidigen.
Eine Freundin im Rollstuhl hat mich auch schon aufgefordert,
ein lustiges Lied zu schreiben.
Wir machen sehr oft Scherze über die Probleme als Rollstuhlfahrer,
wenn wir zu Zweit sind, sagt Otto.

Werdet Ihr auf der Straße angesprochen oder erkannt?
Wie ist es für euch berühmt zu sein?

Es hängt von der eigenen Tagesverfassung ab,
ob man sich freut oder ärgert, dass man erkannt wird.
Otto sagt, in Wien erkennt ihn ganz selten jemand.
In seiner Ortschaft erkennt ihn jeder.
Bei jedem Familienfest wird man auf den Erfolg angesprochen.
Es ärgert einen öfters, dass man keine Ruhe hat.

Habt ihr auch Zeit für eure Familie? Geht eure Familie anders mit euch um?
Wird eure Familie auf euren derzeitigen Erfolg angesprochen?

Ja sie werden angesprochen.
Pauls Mutter mag es nicht.
Aber sie ist trotzdem stolz und freut sich über seinen Erfolg.
Ja, die Familie wird auf die Erfolge angesprochen.
Ottos Mutter hasst es und kann es nicht mehr hören,
wenn ihr am Friedhof jemand erzählt,
dass ihr Sohn im Fernsehen gesehen wurde.

Unsere Familie behandelt uns nicht anders als vorher.
Die Menschen, die immer schon für dich da waren,
die sind immer noch da und denen sollte man vertrauen.

Das einzige was sich ändert ist, dass die Eltern auch verstehen müssen,
dass wir auch einmal unsere Ruhe haben wollen.

Interview mit den Poxrucker Sisters

Interview mit den Poxrucker Sisters

Am 21. September besuchte Stefanie von den Poxrucker Sisters
das Känguru Team in der Werkstätte Stifterstrasse.
Verena Vatier, Silke Eder, Melanie Waser, Anita Aistleitner,
Roland Setik und Barbara Höcht waren beim Interview dabei.
Gemeinsam mit der Betreuerin Gudrun Unterweger
hat das Zeitungsteam ihr Fragen gestellt.

Wie seid ihr zur Musik gekommen?
Wir haben schon als Kinder gesungen und
ein Instrument in der Musikschule gelernt. (Geige, Flöte, Trommel).
Unser Gesang hat den Leuten sehr gut gefallen.
Wir wurden gefragt, ob wir bei Hochzeiten und andern Anlässen singen.
Die Auftritte wurden immer größer, bis wir unser erstes Konzert spielten.

Welche Berufe habt ihr erlernt?
Könnt ihr von euren Auftritten leben?

Christine und Magdalena haben Pädagogik studiert.
Pädagogik beschäftigt sich mit der Wissenschaft
der Erziehung und mit schulischen Themen.
Ich habe eine Ausbildung im Sozialbereich gemacht.
Es ist sehr unterschiedlich wie viele Auftritte wir haben
und wieviele CD´s wir verkaufen.
Verkaufen wir weniger CD´s und haben wir weniger Auftritte,
können wir nicht davon leben.
Darum müssen wir eine andere Arbeit machen.

Wie sieht euer Tagesablauf aus?
Habt ihr Zeit für Familienleben und Hobbies?

Ich beantworte E-Mails und führe viele Telefonate.
Nebenbei gehen wir unseren Berufen und Ausbildungen nach.
Ja, wenn möglich nehmen wir uns Zeit die Zeit für unsere Hobbies.

Wer macht eure Lieder?
Wer schreibt eure Texte?

Wir schreiben alle Lieder und Texte selber.
Eine von uns hat die Idee und gemeinsam machen wir das Lied fertig.

Bestimmt ihr eure Auftritte selber?
Wie kommt ihr zu Auftritten?

Unser Manager sucht die Auftritte aus, welche wir annehmen.
Wir bestimmen aber die Auftritte mit.
Wir bekommen viele Anfragen.
Manche Anfragen müssen wir absagen,
da sie sich mit anderen Terminen überschneiden.
Mache Anfragen passen nicht zu unserer Musik.

Kann man euch auch für private Feiern buchen?
Private Feiern spielen wir kaum,
da wir uns an unsere Verträge halten müssen.

Tretet ihr auch im Ausland auf?
Werdet ihr mit einem Tourenbus geführt oder fährt ihr selbst mit dem Auto?

Ja. Wir haben Auftritte in Deutschland und der Schweiz.
In Bayern spielen wir öfters, da die Texte dort gut verstanden werden.
Unser Dialekt ist ähnlich.

Wir fahren mit dem eigen, gemeinsamen Auto oder mit unserem Kleinbus.
In dem Kleinbus befinden sich unsere Instrumente und unsere Ausrüstung.

Könnt ihr ein besonderes Erlebnis erzählen?
Habt ihr schon gute oder schlechte Erfahrungen gemacht?
Wolltet ihr schon einmal zu singen aufhören?

Es war ein schöner Moment, als wir das erste Mal
ein Lied von uns auf Ö3 hörten.
Ein schönes Erlebnis war als das Lied „Glick“ bekannt wurde.
Beim Konzert war, in St. Florian sangen alle Leute mit.
Wir waren alle so berührt, dass es schwierig war weiter zu singen.

Wir haben auch Lampenfieber.
Auf der Bühne bekommt man auch Angst und Panik.
Es ist ein großer Druck und nimmt viel Energie.
Meine Schwester war so aufgeregt, dass sie sich setzen musste.
Man bekommt viel vom Publikum zurück.

Wie viele Auftritte im Jahr habt ihr?
Habt ihr Fernsehauftritte und Zeitungsinterviews?

Wir haben ca. 30 bis 40 Auftritte im Jahr.
Davon sind ca. 2 bis 3 Fernsehauftritte.
Zusätzlich sind wir auf Facebook und Instragram vertreten.
Auf Youtube sind wir auch zusehen.

Wie oft probt ihr?
Wer sind eure Bandmitglieder?

Wir proben sehr wenig, da wir als Schwestern
schon sehr lange gemeinsam musizieren.
Meistens einige Tage vor den Auftritt.

Weitere Bandmitglieder (zu unserer Band gehören)sind:

  • Roman Steinkugler (Klavier, Bandleader)
  • Stefan Hofer( Schlagzeug)
  • Andreas Buraks (Bass)
  • Ernst Gottschmann (Gitarre) und
  • Robert Friedmann  (Technik)

Dreht ihr eure Videos selbst?
Wer spielt in euren Videos mit?

Ja, daweise, je nach Lied.
Wir müssen uns ein Studio mieten und eine Choreographie erarbeiten.

Meistens wirken Familienmitglieder und Freunde in unser Videos mit.

Wie heißt euer nächstes Album?
Wann ist es fertig?
Wie lange habt ihr an diesem Album gearbeitet?

Unser letztes Album kann im Februar heraus.
Wir sammeln Ideen und schreiben unsere Songs selbst.
Dann unserem letzten Album haben wir ca. 1 Jahr gearbeitet.
Man braucht mehr Lieder als auf einer CD Platz haben.

Wie geht ihr mit Menschen mit Beeinträchtigung um?
Habt ihr Kontakt zu Menschen mit Beeinträchtigung?

Wir sind damit aufgewachsen.
Meine Mutti und mein Onkel arbeiten auch im Behinderten-Bereich.
Wir nahmen schon als Jugendliche im Ferienlager teil,
später auch als Gruppenleiter.
Wir haben auch mit jungen Erwachsenen gearbeitet.

Habt ihr in Zukunft größere Auftritte geplant?
Arbeitet ihr mit anderen Bands zusammen?

Wir starrten vor Weihnachten unsere Adventtour.
Das sind 10 Termine im Oberösterreich.
Bei der Zauber der Weihnacht treten wir auch auf.

Den Mitarbeitern der Stifterstrasse hat das Gespräch sehr gut gefallen.
Sie bedanken sich bei Stefanie, dass sie sich dafür Zeit genommen hat.

Die Poxrucker Sisters im Internet:

Homepage:www.poxruckersisters.at/
Facebook:www.facebook.com/poxruckersisters/
Youtube: www.youtube.com/user/poxruckersisters/

Foto vom Artikel, entnommen von der offiziellen Webseite.

Interview mit dem Landes-Hauptmann

Interview mit dem Landes-Hauptmann

Am Freitag den 28. August 2017 hatten wir einen Termin
bei unserem Landes-Hauptmann Thomas Stelzer.
Wir sind bei ihm gewesen, um Ihm einige Fragen zu stellen.
Desi Mayr, Silke Eder, Melanie Wasner,
Andrea Hauck und Verena Vatier sind dabei gewesen.
Die Betreuerin Frau Gudrun Unterweger und
die diakonische Helferin Frau Sarah Blauensteiner
haben die Gruppe begleitet.

Wir haben uns in der Gruppe Fragen überlegt.
Diese Fragen haben wir dem Landes-Hauptmann gestellt.

Gefällt Ihnen die Arbeit als Landes-Hauptmann?

Wie hat sich Ihr Leben verändert?
Die Arbeit gefällt mir gut.
Sie ist vielseitig und man lernt viele Leute kennen.
Ich werde oft auf der Straße angesprochen.

Welche Aufgaben haben Sie?

Ich bin Regierungschef.
Die Regierung besteht aus dem

  • Landes-Hauptmann
  •  seinen Vertretern
  • den  Landesräten.

Die Regierung trifft wichtige Entscheidungen
für alle Einwohner in einem Bundesland.
Ich leite die Regierungs- Sitzung.
Ich teile die verschiedenen Aufgaben-Bereiche
unter den Regierungs-Mitgliedern auf.
Ich entscheide die Verteilung des Geldes.
Wir treffen uns einmal in der Woche im Landhaus.

Wie werden die Steuer- Gelder verteilt? Welche Ausgaben gibt es im Sozial-Bereich?

Das Land Oberösterreich hat 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung.
Im Herbst verhandeln die Regierungs-Mitglieder über die Verwendung.
Der Landes-Hauptmann trifft die Entscheidung.
Für den Sozial-Bereich stehen 550 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Betrifft zum Beispiel:

  • den Pflegebereich
  • die mobilen Dienste
  • die Kinder-und Jugendwohlfahrt
  • die Chancengleichheit
  • die Mindestsicherung
  • Heime
  • und so weiter

Mehr als die Hälfte des Geldes wird für die Chancengleichheit verwendet.
Das sind ungefähr 412 Millionen Euro für die  Chancengleichheit.

Wie realistisch (realistisch bedeutetet, die Wahrheit „wie echt“)
Ist die Umsetzung der versprochenen 400 Wohnplätze?
Wie wollen Sie diese Wohn – Plätze bis 2021 erschaffen?

Wir müssen die Wohn – Plätze umsetzen.
Das haben wir versprochen.
Vorerst wird versucht, bestehende Häuser und Grundstücke
für neue Wohn -Plätze zu verwenden oder neu zu bauen.
Die Grundstücke gehören dem Land.
Daher lassen sich diese Projekte schneller umsetzen.
Das heißt, das Land kann schneller mit dem Bauen anfangen.

Warum sind Wohn -und Arbeits- Plätze
für Menschen mit Beeinträchtigung so schwer zu finden?

Hier hat das Lanz zu spät reagiert.
Es hat sich zu sehr auf die Familien verlassen.
Es ist schwierig einen Wohn – oder Arbeitsplatz in nächster Nähe zu finden.
Das Land will verhindern, das Menschen mit Beeinträchtigung
unnötig Wege zurücklegen müssen.

Wie denken Sie über Menschen mit Beeinträchtigung?
Wie gehen Sie mit Menschen mit Beeinträchtigung um?

Ich gehe mit Menschen mit Beeinträchtigungen um
wie mit allen anderen Menschen.
Es ist für mich nichts anders.
Meiner Mutter hat in St. Isidor gearbeitet,
schon als Junge spielte ich am Spielplatz mit Beeinträchtigte.
Es sind meine Freunde gewesen.

Es gibt immer noch viele Bereiche,
die nicht barrierefrei erreichbar sind.
Was können Sie diese Bereiche barrierefrei machen?
Barrierefrei bedeutet:
Der Weg ist mit dem Rollstuhl oder zu Fuß leicht erreichbar.

Die Landes – Gebäude müssen barrierefrei sein.
Das Land hat da Vorbild – Wirkung.
Oft ist das schwierig in den alten Gebäuden.
Die Bau – Ordnung und Bau – Technik muss immer wieder
neu angepasst werden,  da sich die Hilfs – Mittel verändern.
Hilfs – Mittel sind hier Rollstühle, Geh – Hilfen und vieles mehr.

Straßen – Teilnehmer achten nicht auf den Verkehr!
Das betrifft Fußgeher, Auto – Fahrer und Rad – Fahrer.
Speziell tritt das Problem auch auf Rad – und Fuß – Wegen auf.
Wie kann das besser kontrolliert werden?

Der Straßenverkehr ist streng mit Gesetzen geregelt.
Leider halten sich viele Straßen – Teilnehmer nicht an diese Gesetze.
Alle Gesetze werden überwacht.
Die Polizei hat momentan sehr viel Arbeit.
Es ist eine Herausforderung, dies alles zu kontrollieren.

Warum ist die freie Schul -Wahl für Menschen mit Beeinträchtigung keine
Selbstverständlichkeit?

Leider sind zu wenig Personal und zu wenig Geld vorhanden.
Für Fragen und Probleme bei der Schulwahl gibt es eine Beratungs – Stelle.
Diese Beratungs – Stelle ist vom Land eingerichtet worden.
Die Ansprechperson in der Beratungs – Stelle ist Herr Dr. Robert Fallwickel.
Er versucht, die Probleme zu lösen.

Inklusion wird oft als Modell zur Einsparung gesehen.
Wie sehen Sie das?

Der Bund ist für die Finanzierung zuständig.
Dieses Budget reicht aber nicht aus.
Das Land gibt deswegen Geld dazu.
Oft sind die Klassen – Räume zu klein.
Es ist zu wenig Platz um eine inklusiven Unterricht abzuhalten.

Der Gruppe hat dieser Besuch sehr gut gefallen.
Sie möchten sich beim Landes – Hauptmann Thomas Stelzer
sehr herzlich bedanken, dass er sich Zeit für die Gruppe genommen hat.

Verena Vatier sagte auch noch:
Mir ist der Landes – Hauptmann sehr sympathisch.
Am Anfang bin ich etwas aufgeregt gewesen.
Aber er ist sehr nett und hat unsere Fragen beantwortet.
Ich bin froh, dass ich mit dabei sein durfte.