Interview mit dem Landes-Hauptmann

Am Freitag den 28. August 2017 hatten wir einen Termin
bei unserem Landes-Hauptmann Thomas Stelzer.
Wir sind bei ihm gewesen, um Ihm einige Fragen zu stellen.
Desi Mayr, Silke Eder, Melanie Wasner,
Andrea Hauck und Verena Vatier sind dabei gewesen.
Die Betreuerin Frau Gudrun Unterweger und
die diakonische Helferin Frau Sarah Blauensteiner
haben die Gruppe begleitet.

Wir haben uns in der Gruppe Fragen überlegt.
Diese Fragen haben wir dem Landes-Hauptmann gestellt.

Gefällt Ihnen die Arbeit als Landes-Hauptmann?

Wie hat sich Ihr Leben verändert?
Die Arbeit gefällt mir gut.
Sie ist vielseitig und man lernt viele Leute kennen.
Ich werde oft auf der Straße angesprochen.

Welche Aufgaben haben Sie?

Ich bin Regierungschef.
Die Regierung besteht aus dem

  • Landes-Hauptmann
  •  seinen Vertretern
  • den  Landesräten.

Die Regierung trifft wichtige Entscheidungen
für alle Einwohner in einem Bundesland.
Ich leite die Regierungs- Sitzung.
Ich teile die verschiedenen Aufgaben-Bereiche
unter den Regierungs-Mitgliedern auf.
Ich entscheide die Verteilung des Geldes.
Wir treffen uns einmal in der Woche im Landhaus.

Wie werden die Steuer- Gelder verteilt? Welche Ausgaben gibt es im Sozial-Bereich?

Das Land Oberösterreich hat 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung.
Im Herbst verhandeln die Regierungs-Mitglieder über die Verwendung.
Der Landes-Hauptmann trifft die Entscheidung.
Für den Sozial-Bereich stehen 550 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Betrifft zum Beispiel:

  • den Pflegebereich
  • die mobilen Dienste
  • die Kinder-und Jugendwohlfahrt
  • die Chancengleichheit
  • die Mindestsicherung
  • Heime
  • und so weiter

Mehr als die Hälfte des Geldes wird für die Chancengleichheit verwendet.
Das sind ungefähr 412 Millionen Euro für die  Chancengleichheit.

Wie realistisch (realistisch bedeutetet, die Wahrheit „wie echt“)
Ist die Umsetzung der versprochenen 400 Wohnplätze?
Wie wollen Sie diese Wohn – Plätze bis 2021 erschaffen?

Wir müssen die Wohn – Plätze umsetzen.
Das haben wir versprochen.
Vorerst wird versucht, bestehende Häuser und Grundstücke
für neue Wohn -Plätze zu verwenden oder neu zu bauen.
Die Grundstücke gehören dem Land.
Daher lassen sich diese Projekte schneller umsetzen.
Das heißt, das Land kann schneller mit dem Bauen anfangen.

Warum sind Wohn -und Arbeits- Plätze
für Menschen mit Beeinträchtigung so schwer zu finden?

Hier hat das Lanz zu spät reagiert.
Es hat sich zu sehr auf die Familien verlassen.
Es ist schwierig einen Wohn – oder Arbeitsplatz in nächster Nähe zu finden.
Das Land will verhindern, das Menschen mit Beeinträchtigung
unnötig Wege zurücklegen müssen.

Wie denken Sie über Menschen mit Beeinträchtigung?
Wie gehen Sie mit Menschen mit Beeinträchtigung um?

Ich gehe mit Menschen mit Beeinträchtigungen um
wie mit allen anderen Menschen.
Es ist für mich nichts anders.
Meiner Mutter hat in St. Isidor gearbeitet,
schon als Junge spielte ich am Spielplatz mit Beeinträchtigte.
Es sind meine Freunde gewesen.

Es gibt immer noch viele Bereiche,
die nicht barrierefrei erreichbar sind.
Was können Sie diese Bereiche barrierefrei machen?
Barrierefrei bedeutet:
Der Weg ist mit dem Rollstuhl oder zu Fuß leicht erreichbar.

Die Landes – Gebäude müssen barrierefrei sein.
Das Land hat da Vorbild – Wirkung.
Oft ist das schwierig in den alten Gebäuden.
Die Bau – Ordnung und Bau – Technik muss immer wieder
neu angepasst werden,  da sich die Hilfs – Mittel verändern.
Hilfs – Mittel sind hier Rollstühle, Geh – Hilfen und vieles mehr.

Straßen – Teilnehmer achten nicht auf den Verkehr!
Das betrifft Fußgeher, Auto – Fahrer und Rad – Fahrer.
Speziell tritt das Problem auch auf Rad – und Fuß – Wegen auf.
Wie kann das besser kontrolliert werden?

Der Straßenverkehr ist streng mit Gesetzen geregelt.
Leider halten sich viele Straßen – Teilnehmer nicht an diese Gesetze.
Alle Gesetze werden überwacht.
Die Polizei hat momentan sehr viel Arbeit.
Es ist eine Herausforderung, dies alles zu kontrollieren.

Warum ist die freie Schul -Wahl für Menschen mit Beeinträchtigung keine
Selbstverständlichkeit?

Leider sind zu wenig Personal und zu wenig Geld vorhanden.
Für Fragen und Probleme bei der Schulwahl gibt es eine Beratungs – Stelle.
Diese Beratungs – Stelle ist vom Land eingerichtet worden.
Die Ansprechperson in der Beratungs – Stelle ist Herr Dr. Robert Fallwickel.
Er versucht, die Probleme zu lösen.

Inklusion wird oft als Modell zur Einsparung gesehen.
Wie sehen Sie das?

Der Bund ist für die Finanzierung zuständig.
Dieses Budget reicht aber nicht aus.
Das Land gibt deswegen Geld dazu.
Oft sind die Klassen – Räume zu klein.
Es ist zu wenig Platz um eine inklusiven Unterricht abzuhalten.

Der Gruppe hat dieser Besuch sehr gut gefallen.
Sie möchten sich beim Landes – Hauptmann Thomas Stelzer
sehr herzlich bedanken, dass er sich Zeit für die Gruppe genommen hat.

Verena Vatier sagte auch noch:
Mir ist der Landes – Hauptmann sehr sympathisch.
Am Anfang bin ich etwas aufgeregt gewesen.
Aber er ist sehr nett und hat unsere Fragen beantwortet.
Ich bin froh, dass ich mit dabei sein durfte.