Interview mit Direktorin Dr. Maria Katharina Moser

Interview mit Direktorin Dr. Maria Katharina Moser

Seit dem 1. September 2018
gibt es in der Diakonie Österreich eine neue Direktorin.
Ihr Name ist Frau Mag. Dr. Maria Katharina Moser.
Sie ist die Nachfolgerin von Herrn Michael Chalupka,
der von 1994 bis August 2018 Direktor gewesen ist.

Wir haben Frau Direktorin Moser Fragen gestellt:

Frage von Frau Vatier:
Wie wird man Direktorin der Diakonie?
Gibt es eine Zeit wie lange man Direktorin der Diakonie sein kann?
Frau Direktorin Moser sagte:
Um Direktorin der Diakonie ist Österreich werden zu können,
muss man Pfarrer oder Pfarrerin sein.
Das Diakoniewerk und andere Mitglieder der Diakonie Österreich
können Kandidaten und Kandidatinnen nominieren.
Das heißt, sie sagen: Wir glauben, dukannst das.
Willst du zum Bewerbungsgespräch kommen?
Dann macht man das Bewerbungsgespräch.
Und dann wählt derDiakonische Rat.
Eine Amtsperiode dauert sechs Jahre.
Man kann wieder gewählt werden.

Frage von Frau Vatier:
Gefällt ihnen ihre Arbeit als Direktorin?
Wie schaut ihr Tagesablauf aus?
Haben Sie Zeit für sich persönlich?

Frau Direktorin Moser sagte:
Ich habe keinen fixen Tagesablauf.
Jeden Tag ist anders. Das gefällt mir sehr gut.
Die meiste Zeit verbringe ich damit, mit anderen zu reden.
Ich rede mit den Mitarbeiterinnen in meinem Team in der Diakonie Österreich,
mit Journalisten und Journalistinnen,
mit Politikern und Politikerinnen,
mit Leuten von anderen
Sozialorganisationen wie z.B. der Caritas oder dem roten Kreuz.

Ich besuche auch Einrichtungen der Diakonie.
Ich rede mit Klienten und Klientinnen und Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern von Werkstätten oder Wohngemeinschaften.
Das macht mir besonders viel Spaß.
Da erlebe ich, welche tollen Leute bei der Diakonie sind.
Das macht mir Hoffnung.

Frage von Frau Vatier:
Werden sie in der Öffentlichkeit erkannt?

Frau Direktorin Moser sagte:
Wenn gerade ein Interview im Fernsehen war,
schauen mich manchmal Leute auf der Straße oder im Supermarkt länger an.
Ich glaube, dann denken sie sich: Die kenne ich von irgendwoher …
aber ich glaube, meinen Namen wissen sie nicht.
Leute, die viel mit der Diakonie zu tun haben oder
die Diakonie gut finden, erkennen mich schon.

Frage von Frau Vatier:
Wie viele Menschen mit Beeinträchtigung stehen aktuell in
Österreich auf der Warteliste für einen Wohn-oder Arbeitsplatz?
Sind Wohn-und Arbeitsplätze auch in den nächsten Jahren
gesichert?

Frau Direktorin Moser sagte:
Ich weiß leider keine Zahlen.
Aber ich weiß, dass Menschen mit Beeinträchtigung auf Plätze warten.
Manche haben noch keinen Platz.
Andere warten auf einen Platz, der besser zu ihren Bedürfnissen passt.
Sie wollen z.B. selbständig wohnen.
Oder sie wünschen sich einen Arbeitsplatz in einem Betrieb.
Die Diakonie bemüht sich sehr, für jeden das passende Angebot zu finden.

Das Hauptproblem ist die Qualität der Wohn – und Arbeitsplätze.
Gibt es genug Wohn – und Arbeitsplätze, die so sind,
wie es sich Menschen mit Beeinträchtigung wünschen?
Können Selbstbestimmung und Inklusion genug gefördert werden?
Gibt es genug Wohn- und Arbeitsplätze, wo Menschen mit Beeinträchtigung,
die Unterstützung bekommen, die sie brauchen?
Die Qualität ist durch Einsparungen gefährdet.

Frage von Frau Eder:
Ich bin bereits für einen Wohnplatz angemeldet.
Meine Eltern sind Pensionisten, können aber noch für mich sorgen.
Ich brauche Hilfe.
Was passiert mit mir, wenn es für meine Eltern zu anstrengend wird?

Frau Direktorin Moser sagte:
Das Diakoniewerk wird einen Wohnplatz für Sie finden.
Das ist nicht leicht.
Vielleicht dauert es ein bisschen.
Aber die Diakonie lässt niemanden alleine.

Frage vom Känguru – Team:
Wir machen uns auch Gedanken, wer sorgt für unsere Eltern,
wenn sie im Alter Hilfe benötigen?

Frau Direktorin Moser sagte:
Das verstehe ich gut. Das ist eine große Sorge.
Viele Menschen haben diese Sorge.
Sie können sich aus ganz verschiedenen Gründen nicht um die Eltern kümmern,
wenn die Eltern im Alter Hilfe brauchen.
Zum Beispiel weil sie in einer anderen Stadt wohnen.
Die Diakonie ist auch da für Menschen im Alter.

Frage von Frau Wasner:
Denken Sie, dass es in den nächsten Jahren
mehr Integrative Beschäftigungen geben wird?

Frau Direktorin Moser sagte:
Ich hoffe das sehr.
Die Wirtschaft entwickelt sich gut.
Die Arbeitslosigkeit sinkt.
In dieser Situation müssen sich die Betriebe
um integrative Beschäftigung kümmern.

Frage von Frau Eder:
Ich habe eine Persönliche Assistenz,
dadurch bin ich im Alltag selbstständiger geworden.
Nicht jeder hat einen Anspruch auf eine persönliche Assistenz.
Wird es in den nächsten Jahren für Menschen in einer Wohn – Einrichtung
möglich sein eine Persönliche Assistenz zu bekommen?

Frau Direktorin Moser sagte:
Die Diakonie setzt sich dafür ein.
Ich hoffe, dass die Politiker uns zuhören.
Wir feiern heuer 10 Jahre UN – Behindertenrechtskonvention.
Menschen mit Einschränkungen haben Rechte.
Der Anspruch auf persönliche Assistenz gehört dazu.

Frage vom Känguru Team:
Wir sind in eine Integrations – Klasse gegangen.
Wir haben selbst die Erfahrung gemacht, dass unsere Schul – Kollegen
offener mit dem Thema Behinderung umgegangen sind,
als Schüler die nicht in eine Integrations – Klasse gegangen sind.
Wie können Kindergärten und Schulen und auch das Diakoniewerk
für ein besseres Verständnis sorgen?

Frau Direktorin Moser sagte:
Verständnis wächst immer im Alltag.
Menschen mit Beeinträchtigung und Menschen ohne Beeinträchtigung
müssen miteinander leben, reden, spielen, lernen.
Die Diakonie muss dafür sorgen, dass das ganz normal wird.

Frage vom Känguru Team:
Leider entscheiden sich immer noch viele Menschen
gegen ein Kind mit Beeinträchtigung!
Hilft das Diakoniewerk Eltern, die ein beeinträchtigtes Kind erwarten?

Frau Direktorin Moser sagte:
Ja. Es gibt Beratung für Eltern,
die ein Kind mit Beeinträchtigung erwarten,
im Diakoniezentrum Spattstraße.
Leider kommen nicht viele Eltern zur Beratung.
Die Eltern erleben großen Druck.
Sie müssen sich schnell entscheiden.
Beratung braucht Zeit.
Ich finde das sehr schlimm.

Frage vom Känguru Team:
Die Pflege im Alter ist ein wichtiges Thema für Sie?
Der Einsatz von Robotern wird diskutiert und
wahrscheinlich in den nächsten Jahren umgesetzt.
Was denken Sie darüber?

Frau Direktorin Moser sagte:
Roboter können helfen.
Sie können schwere Tätigkeiten übernehmen.
Zum Beispiel können Sie Menschen heben. Das ist gut.
Dann bleibt den Mitarbeiterinnen in der Pflege mehr Zeit,
um den alten Menschen zu sprechen.
Die Gefahr ist, dass Roboter Menschen in der Pflege ersetzen.
Das darf nicht passieren.

Frage vom Känguru Team:
Wie denken Sie über die Umsetzung der UN – Konvention in
Österreich?

Frau Direktorin Moser sagte:
In den letzten Jahren ist viel besser geworden.
Zum Beispiel sind jetzt viele öffentliche Gebäude barrierefrei.
Aber es ist auch noch viel zu tun.
Zum Beispiel müssen mehr integrative Arbeitsplätze geschaffen
werden.

Frage vom Känguru Team:
Es wird in den Medien über die Einsparungen im Sozialbereich
berichtet. Wie sehr ist das Diakoniewerk betroffen?

Frau Direktorin Moser sagte:
Von den Einsparungen sind alle Sozialeinrichtungen gleich betroffen.
Auch das Diakoniewerk.
Genaueres können Ihnen die Verantwortlichen im Diakoniewerk sagen.

Frage von Frau Unterweger:
Bei Interviews im Radio und Fernsehen antworten Sie sehr
überlegt und bleiben auch bei schwierigen Fragen gelassen.
Ist das
weil sie davor als Reporterin tätig waren?

Frau Direktorin Moser sagte:
Nein. Ich bleibe gelassen, weil ich Pfarrerin bin.
Die Bibel sagt: Jeder Mensch ist wertvoll,
und alle Menschen sind gleich viel wert.
Das will ich weiter sagen im Radio und im Fernsehen.
Ich spüre den Heiligen Geist beim Reden.
Er hilft mir. Darum kann ich gelassen bleiben.

Frage vom Känguru Team:
Was sind ihre persönlichen Anliegen in ihrer neuen Arbeit?

Frau Direktorin Moser sagte:
Jeder Mensch soll erleben:
Ich bin wertvoll.
Das ist mein allergrößtes persönliches Anliegen.

Interview mit Pizzera und Jaus

Interview mit Pizzera und Jaus

Ihr macht seit 2015 gemeinsam Musik.
Warum habt ihr das Gefühl gehabt,
dass ihr zusammen passt?

Wir waren uns privat und beruflich sehr sympathisch.
Wir haben uns in Leoben bei einem Auftritt,
in einer Pause kennen gelernt.
Wir sind sehr nervös gewesen.
Bisher sind wir nur alleine aufgetreten und finden es gut
dass wir jetzt zu zweit auf der Bühne sind.
Der ganze Druck liegt nicht mehr auf einem alleine.

Ihr seid im kommenden Jahr fast durchgehend mit Auftritten unterwegs. Habt ihr noch Zeit für Soloauftritte oder tretet ihr nur mehr gemeinsam auf?

Ja, das stimmt!
Von September 2017 – Juni 2018 stehen wir 130 – mal auf der Bühne.
Wir treten jetzt nur noch als Pizzera  und Jaus auf.
Wenn wir gemeinsam unterwegs sind,
machen wir keine Einzel- Aufritte.
Wir können uns auf eine Sache besser konzentrieren und
haben mehr Zeit um unsere Lieder und Texte zu schreiben.

Im Juni spielen wir zwei Konzerte mit der ganzen Band.
Auf der Donau – Insel in Wien und am Red Bull Ring in Spielberg.
Das sind andere Auftritte, da wird richtig laut Musik gemacht.

Frage an Otto Jaus:

Hast du auch noch andere Auftritte an der Oper oder
konzentrierst du dich nur auf Pizzera und Jaus?

Willst du wieder Opern oder Musiclsingen oder nur als 
„Pizzera und Jaus“ auftreten?

Momentan konzentriere ich mich nur auf Pizzera und Jaus
und habe alle anderen Termine abgesagt.

Sollte ich die Anfrage an der Wiener Volksoper
für eine wirklich spannende Rolle erhalten,
werde ich mir das überlegen.

Ihr habt mit euren Liedern auf You Tube begonnen.
Bekommt ihr dafür auch Geld oder nur für Auftritte und für  den CD Verkauf?

Hauptsächlich leben wir von den Auftritten
und wenn unsere Lieder gespielt werden.
Im Internet hängt es davon ab,
wie oft ein Musiktitel angehört wird.
Wird der Titel oft angehört und bekommt viele Klicks,
fragt eine Firma, ob sie am Anfang ihre Werbung abspielen darf.
Für diese Werbeeinschaltung bekommen wir Geld.

Wer von euch komponiert die Lieder und wer schreibt die
Texte? Wo textet ihr eure Lieder?

Wir teilen uns die Arbeit auf.
Es ist einer der schönsten Momente,
wenn wir gemeinsam musizieren und
an neuen Liedern arbeiten.

Fällt einem von uns ein Text oder eine Melodie ein,
wenn wir bei unseren Familien sind,
schicken wir uns die Idee mit dem Handy.

Wo probt ihr gemeinsam?
Müsst ihr noch jeden Tag
proben?

Wir haben maximal 2 Tage in der Woche frei.
Wenn wir Konzerte haben,
bleibt uns tagsüber genug Zeit zum Proben.

Frage an Otto: Du hast bei deinem Stipendium in London
Boddy Mc Ferrin und Hermann van Veen kennen gelernt.
Wie hast du die Beiden erlebt?
Es sind beides Stimmkünstler. Wie haben sie dich
beeinflusst, was hast du dir davon mitgenommen?

Es war nicht in London,
es war in Wien am Konservatorium.
Bei einer Lehrveranstaltung habe ich
Bobby Mc Ferrin und Hermann Van Veen kennengelernt.
Wir haben uns Hermann Van Veen bei einem Auftritt angesehen.
Wir waren fasziniert,
er macht wunderbare Lieder und wunderbare Komik.
Es sind beides Stimmkünstler.
Man kann wirklich noch etwas von ihnen lernen.
Es war viel zu wenig Zeit mit ihnen.

Geht ihr beruflich noch anderen Tätigkeiten nach?

Nein, wie gehen beruflich keiner anderen Tätigkeit nach.
Wir machen nur mehr Musik.

Frage an Otto: Hast du wirklich die Stimme von Pezi und von Tintifax gesprochen?  Viele Kinder kennen dann deine  Stimme?

Nein, das war ein Stück das ich im Kabarett Simpel gespielt habe.
„Krawuzi Kapuzi“ hat es 30 Jahre später geheißen.

Paul: Du hast dir alles selbst beigebracht?
Es gefällt uns sehr,
dass du so erfolgreich bist!
Ist es weil du mit so viel Herz
  dabei bist?

Ja ich habe mir alles selbst beigebracht.
Ich versuche einfach mit sehr viel Leidenschaft aufzutreten.
Musik ist mein Interesse.
Man muss etwas oft und viel und gern machen,
um erfolgreich zu sein.

Wolltet ihr schon immer Musikkariere machen?

Otto Jaus sagte: Ja ich konnte mir nichts anderes vorstellen.
Jetzt denke ich anders ich lass mich überraschen was passiert.
Aber Musik wird immer ein großer Bestandteil meines Lebens sein.
Paul Pizzera wünschte sich immer  mit einem Lied auf die Bravohits zu kommen.
Jetzt hat er es geschafft.

Wie groß ist euer Team im Hintergrund?

Das Team im Hintergrund ist klein.
Es sind fünf Leute.
Auf Tour sind drei Leute mit.
Sie organisieren die Tontechnik, die Lichttechnik und das Konzert vor Ort.
Wenn wir zuhause sind, gibt es noch Julia Sobizek.
Sie ist für die gesamte Organisation zuständig
und Thomas macht die Arbeiten im Hintergrund.

Habt ihr Lieblingsthemen im Kabarett und bei euren Texten?  Wollt ihr Unterhaltung machen oder eher Lieder schreiben über die man nachdenken muss?

Es ist von allem etwas.
Wir machen Kabarett über Themen die uns beschäftigen und über die wir reden.
Vieles haben wir selber erlebt.
Natürlich ist alles etwas übertrieben.
Bei den Liedern ist es das Gleiche, wir machen Musik dazu.
Die Leute können sich hineinfühlen.

Wir haben gelesen dass du Zivildienst gemacht hast?
Hast du im Behinderten Bereich gearbeitet?

Den Zivildienst selber habe ich in einem Seniorenwohnheim gemacht.
Später habe ich bei der Sole
mit zwei beeinträchtigten Jungen als Freizeitassistent gearbeitet.
Auch in der Volksschule ging ich in eine Integrationsklasse.
Das war für mich immer normal, ich bin dafür sehr dankbar.
Man bekommt sehr viel soziale Intelligenz entgegen
und selbst lernt man auch mit Beeinträchtigung umzugehen.

Habt ihr in eurem Bekanntenkreis Menschen mit Beeinträchtigung?

Paul hat noch guten Kontakt zu seinem letzten Betreuungskind,
der Junge kommt auch regelmäßig zu den Auftritten.
Ein weiblicher Fan von Otto, sitz im Rollstuhl
und kommt auch öfters zuschauen mit ihren Freundinnen.

Findet ihr das Menschen mit besonderen Bedürfnissen in der Gesellschaft gut aufgenommen werden? Habt ihr das Gefühl das sich in den letzten Jahren etwas zum Besseren gewendet hat?

Man nimmt wahr, dass mehrere Betriebe
Menschen mit Beeinträchtigung beschäftigen,
es ist auf jeden Fall wünschenswert.
Auf Facebook sieht man viele Projekte.
Man hat den Eindruck das Beeinträchtigten einfach mehr zugetraut wird
und die Wege in den normalen Arbeitsalltag immer öfter stattfinden.
Wir können es nur nach ihrem Empfinden beurteilen.
Man nimmt wahr, dass die Gesellschafft die Veränderung annimmt.
Das Vieles möglich ist, wenn man eine Beeinträchtigung hat, sagt Otto Jaus.

Würdet ihr auch ein kritisch lustiges Lied über Menschen mit Beeinträchtigung machen, oder ein Video drehen?

Ein Video auf jeden Fall.
Für ein Lied ist es schwierig die richtigen Worte zu finden,
ohne jemanden damit zu beleidigen.
Eine Freundin im Rollstuhl hat mich auch schon aufgefordert,
ein lustiges Lied zu schreiben.
Wir machen sehr oft Scherze über die Probleme als Rollstuhlfahrer,
wenn wir zu Zweit sind, sagt Otto.

Werdet Ihr auf der Straße angesprochen oder erkannt?
Wie ist es für euch berühmt zu sein?

Es hängt von der eigenen Tagesverfassung ab,
ob man sich freut oder ärgert, dass man erkannt wird.
Otto sagt, in Wien erkennt ihn ganz selten jemand.
In seiner Ortschaft erkennt ihn jeder.
Bei jedem Familienfest wird man auf den Erfolg angesprochen.
Es ärgert einen öfters, dass man keine Ruhe hat.

Habt ihr auch Zeit für eure Familie? Geht eure Familie anders mit euch um?
Wird eure Familie auf euren derzeitigen Erfolg angesprochen?

Ja sie werden angesprochen.
Pauls Mutter mag es nicht.
Aber sie ist trotzdem stolz und freut sich über seinen Erfolg.
Ja, die Familie wird auf die Erfolge angesprochen.
Ottos Mutter hasst es und kann es nicht mehr hören,
wenn ihr am Friedhof jemand erzählt,
dass ihr Sohn im Fernsehen gesehen wurde.

Unsere Familie behandelt uns nicht anders als vorher.
Die Menschen, die immer schon für dich da waren,
die sind immer noch da und denen sollte man vertrauen.

Das einzige was sich ändert ist, dass die Eltern auch verstehen müssen,
dass wir auch einmal unsere Ruhe haben wollen.

Interview mit dem Landes-Hauptmann

Interview mit dem Landes-Hauptmann

Am Freitag den 28. August 2017 hatten wir einen Termin
bei unserem Landes-Hauptmann Thomas Stelzer.
Wir sind bei ihm gewesen, um Ihm einige Fragen zu stellen.
Desi Mayr, Silke Eder, Melanie Wasner,
Andrea Hauck und Verena Vatier sind dabei gewesen.
Die Betreuerin Frau Gudrun Unterweger und
die diakonische Helferin Frau Sarah Blauensteiner
haben die Gruppe begleitet.

Wir haben uns in der Gruppe Fragen überlegt.
Diese Fragen haben wir dem Landes-Hauptmann gestellt.

Gefällt Ihnen die Arbeit als Landes-Hauptmann?

Wie hat sich Ihr Leben verändert?
Die Arbeit gefällt mir gut.
Sie ist vielseitig und man lernt viele Leute kennen.
Ich werde oft auf der Straße angesprochen.

Welche Aufgaben haben Sie?

Ich bin Regierungschef.
Die Regierung besteht aus dem

  • Landes-Hauptmann
  •  seinen Vertretern
  • den  Landesräten.

Die Regierung trifft wichtige Entscheidungen
für alle Einwohner in einem Bundesland.
Ich leite die Regierungs- Sitzung.
Ich teile die verschiedenen Aufgaben-Bereiche
unter den Regierungs-Mitgliedern auf.
Ich entscheide die Verteilung des Geldes.
Wir treffen uns einmal in der Woche im Landhaus.

Wie werden die Steuer- Gelder verteilt? Welche Ausgaben gibt es im Sozial-Bereich?

Das Land Oberösterreich hat 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung.
Im Herbst verhandeln die Regierungs-Mitglieder über die Verwendung.
Der Landes-Hauptmann trifft die Entscheidung.
Für den Sozial-Bereich stehen 550 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Betrifft zum Beispiel:

  • den Pflegebereich
  • die mobilen Dienste
  • die Kinder-und Jugendwohlfahrt
  • die Chancengleichheit
  • die Mindestsicherung
  • Heime
  • und so weiter

Mehr als die Hälfte des Geldes wird für die Chancengleichheit verwendet.
Das sind ungefähr 412 Millionen Euro für die  Chancengleichheit.

Wie realistisch (realistisch bedeutetet, die Wahrheit „wie echt“)
Ist die Umsetzung der versprochenen 400 Wohnplätze?
Wie wollen Sie diese Wohn – Plätze bis 2021 erschaffen?

Wir müssen die Wohn – Plätze umsetzen.
Das haben wir versprochen.
Vorerst wird versucht, bestehende Häuser und Grundstücke
für neue Wohn -Plätze zu verwenden oder neu zu bauen.
Die Grundstücke gehören dem Land.
Daher lassen sich diese Projekte schneller umsetzen.
Das heißt, das Land kann schneller mit dem Bauen anfangen.

Warum sind Wohn -und Arbeits- Plätze
für Menschen mit Beeinträchtigung so schwer zu finden?

Hier hat das Lanz zu spät reagiert.
Es hat sich zu sehr auf die Familien verlassen.
Es ist schwierig einen Wohn – oder Arbeitsplatz in nächster Nähe zu finden.
Das Land will verhindern, das Menschen mit Beeinträchtigung
unnötig Wege zurücklegen müssen.

Wie denken Sie über Menschen mit Beeinträchtigung?
Wie gehen Sie mit Menschen mit Beeinträchtigung um?

Ich gehe mit Menschen mit Beeinträchtigungen um
wie mit allen anderen Menschen.
Es ist für mich nichts anders.
Meiner Mutter hat in St. Isidor gearbeitet,
schon als Junge spielte ich am Spielplatz mit Beeinträchtigte.
Es sind meine Freunde gewesen.

Es gibt immer noch viele Bereiche,
die nicht barrierefrei erreichbar sind.
Was können Sie diese Bereiche barrierefrei machen?
Barrierefrei bedeutet:
Der Weg ist mit dem Rollstuhl oder zu Fuß leicht erreichbar.

Die Landes – Gebäude müssen barrierefrei sein.
Das Land hat da Vorbild – Wirkung.
Oft ist das schwierig in den alten Gebäuden.
Die Bau – Ordnung und Bau – Technik muss immer wieder
neu angepasst werden,  da sich die Hilfs – Mittel verändern.
Hilfs – Mittel sind hier Rollstühle, Geh – Hilfen und vieles mehr.

Straßen – Teilnehmer achten nicht auf den Verkehr!
Das betrifft Fußgeher, Auto – Fahrer und Rad – Fahrer.
Speziell tritt das Problem auch auf Rad – und Fuß – Wegen auf.
Wie kann das besser kontrolliert werden?

Der Straßenverkehr ist streng mit Gesetzen geregelt.
Leider halten sich viele Straßen – Teilnehmer nicht an diese Gesetze.
Alle Gesetze werden überwacht.
Die Polizei hat momentan sehr viel Arbeit.
Es ist eine Herausforderung, dies alles zu kontrollieren.

Warum ist die freie Schul -Wahl für Menschen mit Beeinträchtigung keine
Selbstverständlichkeit?

Leider sind zu wenig Personal und zu wenig Geld vorhanden.
Für Fragen und Probleme bei der Schulwahl gibt es eine Beratungs – Stelle.
Diese Beratungs – Stelle ist vom Land eingerichtet worden.
Die Ansprechperson in der Beratungs – Stelle ist Herr Dr. Robert Fallwickel.
Er versucht, die Probleme zu lösen.

Inklusion wird oft als Modell zur Einsparung gesehen.
Wie sehen Sie das?

Der Bund ist für die Finanzierung zuständig.
Dieses Budget reicht aber nicht aus.
Das Land gibt deswegen Geld dazu.
Oft sind die Klassen – Räume zu klein.
Es ist zu wenig Platz um eine inklusiven Unterricht abzuhalten.

Der Gruppe hat dieser Besuch sehr gut gefallen.
Sie möchten sich beim Landes – Hauptmann Thomas Stelzer
sehr herzlich bedanken, dass er sich Zeit für die Gruppe genommen hat.

Verena Vatier sagte auch noch:
Mir ist der Landes – Hauptmann sehr sympathisch.
Am Anfang bin ich etwas aufgeregt gewesen.
Aber er ist sehr nett und hat unsere Fragen beantwortet.
Ich bin froh, dass ich mit dabei sein durfte.

EIN.UND.ZWANZIG

EIN.UND.ZWANZIG

Am 21. März ist der Welt-Down-Syndrom-Tag gewesen.
An diesem Tag hat die Linzer Selbsthilfe-Gruppe Sonnenkinder
und der Fotograf Roland Froschauer eine Foto-Ausstellung eröffnet.
Die Mitglieder der Selbsthilfe-Gruppe Sonnenkinder
sind junge Familien, die ein Kind mit Down -Syndrom haben.

Die Ausstellungs-Eröffnung hat um 14.30 Uhr in der
pädagogischen Hochschule Linz stattgefunden.
Pädagogisch bedeutet erziehen, also ein Kind großziehen.
Eine Hochschule ist eine Schule für Erwachsene.
Ähnlich wie eine Universität.
Dort können die Erwachsenen einen bestimmten Beruf lernen.
Das nennt man studieren.

In dieser Foto -Ausstellung sind 21 Fotos
von Kindern mit dem Down -Syndrom aufgehängt.
Diese Fotos wurden zum ersten Mal ausgestellt.
In dieser Ausstellung kannst du dreizehn Kinder
und Jugendliche auf sehr großen Fotos sehen.
Auf den Fotos kannst du sehen, welche Wünsche und Träume
Menschen mit dem Down -Syndrom haben.

Die Foto -Ausstellung ist eine Wander-Ausstellung.
Wander-Ausstellung heißt, du kannst die Fotos
an verschiedenen Orten anschauen:

  • Pädagogische Hochschule OÖ, Linz: Dauer 21.03. – 18.04.2017
  • Pädagogische Hochschule der Diözese Linz: Dauer 24.04. – 12.05.2017
  • Therapiezentrum am Linzerberg: Dauer 15.05. – 22.07.2017

Das Känguru-Team hat die Ausstellung besucht.
Sie haben auch mit dem Fotograf Roland Froschauer gesprochen.

Das Redaktions-Team hat gefragt:
Wie ist die Ausstellung entstanden?
Roland Froschauer hat gesagt:
Frankas Vater hat die Idee zur
Ausstellung gehabt. Er ist ein Freund von mir.
Franka ist ein Mädchen mit Down – Syndrom.

Das Redaktions-Team hat gefragt:
Wie sind die Fotos entstanden?
Roland Froschauer hat gesagt:
Die Kinder mit Down- Syndrom
sind zu mir  ins Foto- Studio gekommen.
Da haben wir dann die Fotos gemacht.

Das Redaktions-Team hat gefragt:
Was ist beim Fotografieren wichtig gewesen?
Roland Froschauer hat gesagt:
Es ist darauf geachtet worden,
dass eine weiße Wand oder ein weißer Hintergrund dagewesen ist.

Das Redaktions-Team hat gefragt:
Wie lange dauert es, bis ein Foto fertig ist?
Roland Froschauer hat gesagt:
Mit Ausdrucken des Fotos, dauert es ungefähr eine Stunde.

Das Redaktions- Team hat gefragt:
Wie viele Fotos gibt es?
Roland Froschauer hat gesagt:
Es gibt insgesamt 480 Fotos. Aber die
kann man nicht alle in der Ausstellung sehen.
In der Ausstellung werden 21 Fotos gezeigt.
Es gibt aber einen Katalog mit vielen weiteren Fotos.

Weitere Informationen zur Ausstellung
findest du auch unter:
www.sonnenkinder21.at

Letter-Art Mini-Druck

Letter-Art Mini-Druck

Zitate mit verschiedenen Schriften
sind gerade ein ganz großer Trend.
Bei uns gibt es die positiven Sprüche
nun auch farbenfroh eingerahmt.

Die Bilder-Rahmen sind aus farbigen Karton.
Mit Pattex-Klebegummi können die Bilder-Rahmen
an der Wand befestigt und auch wieder sauber gelöst werden.

Jeder Bilder-Rahmen ist

  • 9,5 cm breit und
  • 11,8 cm hoch.

Die Bilder-Rahmen gibt es in den Farben:

  • Rot (Hell oder Dunkel)
  • Gelb
  • Grün (Hell oder Dunkel)
  • Blau (Hell oder Dunkel)
  • Lila (Hell oder Dunkel)
  • Dunkel – Rosa
  • Schwarz und
  • Gold

Das Set besteht aus:

  • Bilder-Rahmen aus Pappe
  • einen positiven Spruch
  • Pattex-Klebegummi

Die Bilder-Rahmen gibt es mit den Sprüchen:

  • think positive and positive things will happen!
    (Denke positiv und positive Dinge werden passieren!)
  • Wenn du fliegen willst, musst du loslassen, was dich runterzieht!
  • Das Passwort fürs Leben heißt Humor!
  • Lieber ein Diamant mit Fehler, als ein perfekter Kieselstein.
  • It’s a good day, to have a good day!
    (Es ist ein guter Tag, um einen guten Tag zu haben.)
  • You are my happy
    (Du bist mein Glück)
  • Allerbeste Mama der Welt!
  • Allerbester Papa der Welt!
  • Sollte Würde Könnte Machen!

Preis pro Set: 1,90 €

Speckstein-Stiftehalter

Stiftehalter aus Speckstein

Nie wieder Stifte am Schreibtisch suchen.
Mit dem Stiftehalter aus Speckstein
haben die Stifte ihren Platz gefunden.
Außerdem sind sie ein besonderer Hingucker,
der für Ordnung sorgt.

Jeder Speckstein ist anderes und somit ein Unikat.
Jeder Speckstein hat zwei bis vier Löcher.
Damit der Speckstein nicht zerkratzt
ist er mit ungiftigem Klar-Lack lackiert.

Der Stiftehalter eignet sich auch gut
als Geschenk für Freunde und Kollegen.

Preis: 4,90€

Grußkarten im Retrostyle

Grußkarten im Retrostyle

Wie wäre es denn wieder einmal
mit einer liebevollen, handgeschriebenen Botschaft?

Diese Karten sind ein besonderer Hingucker.
Der Empfänger wird sich auf jeden Fall freuen.

Außerdem ist es schön,
nicht nur eine unpersönliche SMS oder E – Mail zu erhalten.

Jede einzelne Karte ist einzigartig.
Alle Karten sind in liebevoller Handarbeit hergestellt.
Es gibt 10 verschiedene Kartenmotive
zum Verschicken, Verschenken oder zum Selberbehalten.

Motive:

  • Liebe
  • Geburtstagsgrüße
  • Dankeschön

Besonderheiten:

  • Struktur – Papier oder
  • Herzen zum Aufklappen
  • Schmetterlinge zum Aufklappen
  • und vieles mehr.

Die Karten sind so groß wie eine Postkarte und
passen in jeden normalen Briefumschlag.

Die Karten sind hinten aus weißen, starken Papier und
lassen sich daher sehr gut beschriften.

Dazu gibt es einen selbstgebastelten Briefumschlag in den Farben:

  • Rot
  • Gelb
  • Orange
  • Grün und
  • Blau

Was dann nur noch fehlt, ist eine liebevolle Botschaft und
„Ab geht die Post“.

Preis pro Karte mit Kuvert: 1,60€

Speckstein – Anhänger

Speckstein – Anhänger

Die Speckstein-Anhänger sind zeitlose Schmuckstücke.
Männer und Frauen können diese Anhänger tragen.
Es passt zu jedem Kleidungsstück und
kann auch zu jedem Anlass getragen werden.

Die Speckstein-Anhänger werden von Hand:

  • gesägt
  • geraspelt
  • gefeilt
  • geschliffen und
  • poliert.

Jeder Anhänger ist ein Einzelstück und
mit ganz viel Liebe von uns hergestellt worden.

Sie haben verschiedene Formen und Muster:

  • rund
  • eckig
  • mit Streifen
  • mit Kreise
  • mit Schnitzereien
  • uvm.

Die Specksteine sind besonders weich.
Zum Schutz gegen Kratzer werden sie lackiert.
Jeder Anhänger hat ein schwarzes Natur – Lederband.

Preis: 4,90€